24./25. Mai 2008
Am
Sonntag in aller Frühe brachen wir bei strömendem Regen zur
Ausstellung in Gießen auf, bei der Achim mit nun 15 Monaten zum
letzten Mal in der Jugendklasse gemeldet war. Dort angekommen,
hatte sich das Wetter doch beträchtlich gebessert. Das
Ausstellungsgelände und insbesondere die Hallen waren recht
klein und die Ringe waren eigentlich nur für Toy-Ausgaben
gedacht. Ich überlegte mir ernsthaft, wie ich dort mit meinem
großen Hund einige Runden laufen sollte und wie der Richter dann
auch noch Gänge beurteilen wollte. Es herrschte um die Ringe ein
unüberschaubares Gedränge, so dass man nur schwierig ein
Plätzchen für sich und seinen Hund finden konnte. Am Besten man
blieb außerhalb und kam erst kurz vor Beginn in den Ring.
Bei den
Asiaten waren zwei Rüden in der Jugendklasse gemeldet, von denen
Achim mit „sehr Gut“ 1 bewertet wurde und den BOB machte. Damit
hat er seine dritte Anwartschaft für den Deutschen
Jugendchampion VDH erhalten und dieser kann beantragt werden.
Bei den
Kaukasen waren drei Hunde gemeldet, ein Rüde in der
Zwischenklasse (Hospodar v. d. Rudeljahne), eine Hündin offene
Klasse (Rozsakert-Vedöje Pegi) und Schneider´s Hündin in der
Zwischenklasse (Strazh Bogov Bereginya). Diese wurde mit V1
bewertet und machte ebenfalls den BOB,
somit wieder ein erfolgreiches
Wochenende für den ROC.
Achim musste
zweimal in den Endring, einmal in den Endring für die Junghunde
und ein weiteres Mal für die erwachsenen Hunde. Hier herrschte
ein solches Chaos, dass ein Aussteller sarkastisch meinte: „das
Lästigste an den Ausstellungen sind doch immer die
Hunde“. Die
Ringhelfer waren völlig überfordert und man musste sich mit
seinem Hund förmlich durcharbeiten, bis man in den Vorring
gelangte, der dann glücklicherweise etwas großzügiger war. Die
Besitzer kleinerer Hunde nahmen diese zum Teil einfach auf den
Arm und trugen sie an die entsprechenden Plätze. Ich durchlief
einmal den Endring der Junghunde, kam nicht in die Vorauswahl
und durfte mich dann gleich wieder hinten anstellen, um in den
Ring für die Auswahl der erwachsenen Hunde aufgerufen zu werden.
Nett gemeint, aber einmal Endring für alle BOB-Hunde würde
wirklich reichen. Nicht jeder Hund kommt mit diesem Stress
zurecht und gerade unseren Rassen, die im Allgemeinen über eine
etwas größere Individualdistanz verfügen, macht man damit keinen
großen Gefallen. Dank an Achim, dass er trotz allem relativ
gelassen blieb und alles geduldig ertragen hat.
Als Fazit
muss ich sagen, dass ich Gießen in Zukunft nicht mehr besuchen
möchte. Die Ausstellung war doch recht lieblos gestaltet, es gab
keinen Pokal und nur eine recht einfache Urkunde. Man kann
seinen Besuchern und Ausstellern die Sache auch etwas
„schmackhafter“ machen.
Und noch ein
Wort zum Schluss, was aufgefallen ist: Es zeugt nicht gerade von
sportlichem Geist, wenn man nach der Beurteilung noch um den
Ring steht und sich über die Unfähigkeit und das Unvermögen der
Richter auslässt!
Red.