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Im
November 2007 führte mich mein Interesse an Zentralasiatischen
Owtscharki zu Jan Hobza nach Tschechien.
Mir war bekannt,
dass in Polen, Tschechien und in der Slowakei schon seit
Sowjetzeiten Zentralasiaten gezüchtet wurden. Einiges darüber, hatte
ich im Vorfeld meines Besuches bei J. Hobza, im Internet
recherchieren können. Dabei war bei mir der Eindruck entstanden,
dass die schon über viele Generationen andauernde Tschechische
CAO-Zucht gerade in jüngerer Zeit einen erheblichen
Entwicklungsschub gemacht hatte. So hatten insbesondere Tschechische
Züchter die besseren Reise und Transportmöglichkeiten nach 1990
genutzt, und offensichtlich ihre Zuchten mit guten Tieren aus
Russland bereichert.

©Reuland
Unter anderem war
ich bei meinen Recherchen auch auf die Zucht von Jan Hobza gestoßen.
Es war besonders interessant für mich, dass dieser langjährige
Züchter von CAO gerade einen Wurf nicht kopierter Hunde anbot. Und
so machte ich mich voller Neugierde auf den Weg nach Bechyne in
Tschechien. Bechyne liegt mitten in Tschechien etwa 150km südlich
von Pilsen entfernt und ich konnte aus dem Rheinland startend, die
meiste Zeit recht zügig per Autobahn vorankommen. Erst ab Pilsen
musste ich diese verlassen und über Land in Richtung Süden fahren.
In Bechyne etwa eine
Stunde vor der einbrechenden Dunkelheit angekommen, zeigte Jan mir
seine Zwingeranlage und die Hunde. Die Hunde waren in großen
Zwingern in Gruppen untergebracht und begrüßten uns freudig und
wenig misstraurig.
Vor den jeweiligen
Zwingern hatte Hobza einen großen Auslauf in denen er die Tiere
über Tags laufen lies.
Aus seinen beiden Zuchtelterntieren Dagit und
Kama hatte Hobza im Februar 2007 zum wiederholten Male einen Wurf
gezogen. Die noch in seiner Anlage befindlichen Jungtiere waren 9
Monate und wie schon erwähnt nicht tätowiert. Sie hatten alle eine
ganz ähnliche gelbliche Farbe , ein sehr volles Fell und eine
typische schwarzweiße Maske im Gesicht.
Die Hunde schienen
recht temperamentvoll und bewegten sich sehr leichtfüßig und
elegant.
Von den zwei Rüden
war einer von hoher und kräftiger Gestalt, der andere etwa
mittelgroß und etwas kompakter. Beide hatten einen sehr schönen
Kopf.

©Reuland
Da ich gekommen war
mir eine Hündin auszusuchen, musste ich mich zwischen zwei etwas
unterschiedlichen Junghündinnen entscheiden. Die eine erschien etwas
größer und länger im Rücken. Sie hatte, nach meinem Empfinden, einen
etwas schmaleren Kopf wie die Doda, für die ich mich dann entschied.
Doda war ein wenig kleiner und machte den Eindruck, dass aus ihr
nicht unbedingt ein Riesenhund wird. Aber ihr nettes rundes Gesicht
und ihr relativ kurzer Rücken sprangen mir ins Auge. So entschied
ich mich für sie.
Vater Dagit
(geb.2001) und Mutter Kama (geb.2002) waren zusammen in einem
geräumigen Zwinger und machten beiden einen fiten und ausgeglichenen
Eindruck.
Dagit der Vaterrüde
imponierte durch ein sehr harmonisches Aussehen. Er ist eher etwas
kleiner wie mit 73 cm angegeben. Sein gelblich weisses Fell
erschien nicht so voll wie das seiner Nachzucht.

©Reuland
Das gleiche
galt für die Mutter Kama. Sie war noch etwas kürzerhaarig wie der
Rüde machte aber für eine Hündin einen sehr stämmig kompakten
Eindruck. Auch bei ihr differierte mein Eindruck bezüglich der Größe
etwas. Dennoch gilt für beide, dass sie mir deutlich kräftiger und
ausdrucksstärker erschienen, wie auf den Bildern im Internet.
Besonders die Hündin überzeugte mich außerordentlich, ob ihrer
Ausstrahlung.

©Reuland
Die beiden
beobachteten mich kritisch-unaufgeregt und ließen mich während
meiner Anwesenheit vor den Zwingern nicht aus den Augen.
Später im Hause
berichtete Hobza bei Tee und Kuchen , dass er schon einige gute
Nachzucht aus diesen Elterntieren gezüchtet habe und dass er mit
Kama in den vergangenen Jahren äußerst erfolgreich auf Ausstellungen
war. U.a. war sie Österreichischer Champion geworden.
Meine Frage
bezüglich der eher mittleren Größe der beiden Elterntiere
beantwortete Hobza mit dem Hinweis, dass einige Nachzuchttiere der
beiden weit über 70 cm groß geworden seien. So habe er aus Dagit
auch schon Rüden von 80 cm gesehen.
Ich erfuhr zu dem,
dass Dagit und Kama direkt aus Russland importiert worden waren, und
aus renommierten Zwingern stammten.

©Reuland
Von besonderem
Interesse war für mich die Angabe, dass die Zuchttiere von Jan
HD-frei seien und ich fragte nach der Handhabung in Tschechien. Jan
erklärte, dass er die Hunde offiziell bei seinem Haustierarzt
geröntgt habe, und die Aufnahmen von diesem zunächst beurteilt
worden seien. Dann habe sein Tierarzt die Aufnahmen der Hunde und
die ausgefüllten Röntgenerfassungsbögen an eine zentrale
tschechische Auswertungsstelle gesandt. Dort seien sie abschließen
beurteilt und als HD-frei eingestuft worden. Auf meine Bitte hin,
stellte mir J. Hobza eine Kopie dieser HD-Ergebnisse zur Verfügung.
Da ich mir eine
Rückfahrt nach Deutschland in der Nacht ersparen wollte,
übernachtete ich in einem sehr schönen gemütlichen Gasthof direkt
in der Innenstadt von Bechyne. Es sei am Rande erwähnt, dass mich
sowohl die saubere und gemütliche Atmosphäre, als auch die nette
Bedienung im Restaurant ebenso überzeugten wie eine gute Küche.
Am nächsten Tag war
es morgens eisig kalt und ich traf mich früh mit Jan um meine Hündin
abzuholen. Doda lies sich problemlos in meinem Hundekasten im
Rückteil des Wagens unterbringen. Und ich trat die Heimreise mit der
Gewissheit an, einen weiteren Mosaikstein der CAO-Zucht kennen
gelernt zu haben. Ich bin von daher sicher, dass es nicht die letzte
Reise zu unseren tschechischen Nachbarn gewesen sein wird.

©Reuland
Mehr über die Zucht
von J. Hobza unter
www.alabai.cz
Bericht von
Th. Reuland,
im November 2007
©threuland
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